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August 26 2014

August 10 2014

Selbstmord durch Tod mit oder ohne Rettung!?

Im April war ich Zeuge eines verzweifelten Versuches einer Person Aufmerksamkeit für sich selbst und sein Problem zu generieren.
An diesem Abend war ich gerade neben dem Europa anders Protestcamp am Ballhausplatz mit Blickrichtung zum Heldenplatz, da ich übers Smartphone an einer BV-Sitzung der #PPat Teilgenommen habe. Wie viele andere hatte ich ein sehr gutes Blickfeld auf den nördlichen Teil des Heldenplatzes als plötzlich ein Mann in Flammen aufging. Noch dachte ich mir nichts dabei, weil es für mich einfach zu unglaublich erschien, dass sich jemand selbst anzünden würde und erklärte es mir eher mit einem "Feuerkünstler", der einen Trick vorzeigt. Praktisch wie in einem Zirkus (hab ich ja auch schon gesehen) oder bei einem Stuntman. Diese Wahnvorstellung/Fehleinschätzung hat sich aber geändert, als er zu schreien begann. In diesem Moment des Schocks war ich erstmals wie gelähmt, hörte aus dem Kopfhörer keine Worte mehr, sondern nur noch Gebrabbel. Aus diesem tranceartigen Zustand erwachte ich nach sehr kurzer Zeit, mir kam es wie eine Ewigkeit vor, als ich am Rande meines Augenwinkels, also im peripheren Blickfeld, den ersten zu Hilfe eilenden Menschen laufen sah. In diesem Moment schaltete also mein Gehirn vom Zustand des Schocks in einen animalischen instinktiven Zustand der mich dazu verleitete, ebenfalls blitzschnell, wirklich so schnell ich konnte, los zu laufen. Ab diesem Moment fühlte ich mich in 2 Sphären. Die Erste, die noch während des Laufens darüber nachdachte wie ich diesen Mann löschen könnte und die Zweite, die einfache nur mehr handelte, ohne dass ich es wirklich steuern hätte können. Beim sich am Boden wälzenden brennenden Mann angekommen, ging dieser Zweite Mechanismus weiter. Ich zog mir meine Weste aus, wohl auch weil ich als Dritter angekommen bin und schon im Blickwinkel sah, dass die ersten beiden Ersthelfer das auch taten, und löschte mit dieser das Feuer, das sich schon auf schätzungsweise 3/4 des Körpers ausgeweitet hatte. Die Polizei war auch aus 2 Gründen gleich zur Stelle. Erstens weil sie ja die Eingänge ständig vor den BMs bewachen und Zweitens, da sich aufgrund des Protestcamps immer eine Streife in der Nähe befand. Viel später (eine halbe Minute oder so), als das Feuer gelöscht war kam ein 4. Helfer, der in seiner Jugend Sanitäter beim Bundesheer war und von daher wusste, dass man die Wunden nicht direkt mit Wasser kühlen dürfe, sondern nur mit feuchten Handtüchern.

Während die Wunden gekühlt wurden und man auf die Rettungskräfte gewartet hatte, unternahm die Polizei die erste Befragung, schnell stellte sich heraus, dass der Mann kein Deutsch oder Englisch beherrschte. Erst als ein (iirc) Pole vorbei kam (der 5. und letzte Helfer) der ein paar Worte Tschechisch verstand, konnte geklärt werden, dass der Mann Tscheche war, es politischer Protest gegen ein tschechisches Justizurteil war das vor langer Zeit gefällt wurde. Der Mann wiederholte sich immer, dass es nichts mit Österreich zu tun hätte (dies verstand man auch selbst nach dem 2. - 3. mal). Mehr konnte man jedoch nicht herausfinden, weder welches Urteil, noch warum ihn das bis in die Autoaggression trieb. Die ersten ärztlichen Urteile (sowohl vor Ort, als auch danach) waren widersprüchlich, die Rede war von 10% bis 66% verbrannter Haut.

Auch die Organisation vor Ort war nicht perfekt, während die Polizei die Ersthelfer zur Datenaufnahme dort behalten wollte, wollten die Sanitäter alle Personen wegschicken. Vermutlich hielten uns die Sanitäter aber rein für Schaulustige, die mir am Arsch gingen wenn sie's wenigstens ignoriert hätten, aber nein, die laufen ja genauso hin und sehen ihm dann einfach beim Verbrennen zu. Echt wie kann man nur so kaltblütig sein?! Vom angeforderten, aber dann nicht zum Transport verwendeten Helikopter will ich gar nicht erst sprechen.

Anfangs war ich sehr von mir beeindruckt und habe auch von anderen Beifall dafür geerntet, dass ich ihn so selbstverständlich geholfen hatte. Für mich war das etwas Besonderes, da ich noch nie in so einer Situation dabei war und ich nur vermuten konnte, dass ich helfen würde, anstatt wegzusehen (oder wie die Deppen dort hin zu laufen und zuzusehen -.-). Wohl einer der wenigen Momente in denen ich wirklich von mir beeindruckt war. Ansonsten bin ich eher ein sehr selbstreflektierender Typ (c3o meinte einmal ich sei "Überselbstreflektiert").

Wie ich später von einem der anderen beiden Ersthelfern hörte, ist der Mann nach einige Wochen im Krankenhaus seinen Verbrennungen erlegen. Was mich an diesem Abend schockierte. Ich habe also jemanden vor dem Selbstmord gerettet und ihm dann einen sehr sehr sehr langen und schmerzvollen Tot verschafft? Nur weil ich und andere ihn gerettet hatten musste er ewig lange Qualen durchleiden? Hätte ich doch wegsehen sollen und ihm dafür einen kurzen aber trotzdem noch schmerzhaften Tod gewähren sollen oder war es doch besser ihn wochenlang Qualen auszusetzen. Aber ich konnte es doch nicht wissen? Ich hätte ihm doch genauso auch das Leben retten können, aber hätte er sich dann nicht erneut in den Selbstmord gestürzt? Auch schockierte es mich, dass ich doch kein Leben gerettet hatte, andererseits stirbt jeder einmal, also hat demnach überhaupt schon einmal jemand ein Leben gerettet? Ich erinnerte mich auch an eine Diskussion in der Volksschule mit meiner Religionslehrerin, als sie meinte, man müsse jemanden in Not immer retten und ich gefragt hatte: "aber was ist wenn er/sie sich absichtlich zum Selbstmord in Not gebracht hat?". Bis heute kann ich keine Antwort darauf geben ob man jemand vor dem Selbstmord retten sollte oder nicht. Immerhin ist das die eigene Entscheidung, andererseits kann man der Person vielleicht helfen, da der Selbstmordversuch doch nur ein Hilferuf ist. Wie stellt man überhaupt fest ob es ein Hilferuf oder pure bewusste und rational überlegte Absicht ist? Es gibt hier so viele Unsicherheiten. Wie stellt man überhaupt fest ob es Selbstmord oder Fremdverschulden ist? Kann man vielleicht jeden/jede der/die es versucht noch helfen? Also sollte man jemanden retten!?

Nach vieler Überlegungszeit kehrte ich wieder zur ursprünglichen Frage zurück, nämlich hätte ich ihm die Qualen ersparen sollen durch Nichthilfe?
 
Das alles ging mir bis heute nicht aus den Kopf.

Aber nicht nur weil es praktisch automatisch erfolgte, sondern auch weil man nicht wissen kann, ob man das Leben einer Person in Not retten kann, würde ich es wieder tun.

Traurig, auch da ich mir diese fast schon unmenschlich wirkenden Fragen nur durch diesen grauenhaften Vorfall stelle :'(

Schlussendlich blieb aber auch sein Selbstmord umsonst, weil man nie herrausfand, warum genau er sich umgebracht hat. So versuche ich zumindest mit diesem Blogbeitrag ihm ein Vermächtnis zu geben.
http://kurier.at/chronik/wien/versuchte-selbstverbrennung-am-heldenplatz/61.381.798

June 19 2014

3 und Spotify

als ich 3 zu Spotify befragt hab:

" Lieber Herr Steinhammer,

gerne sende ich Ihnen unsere Antworten auf Ihre Fragen:

1) Wie wird die angekündigte Bevorzugung von Spotify umgesetzt werden und wie wird sich das auf die Abrechnung von Streamingdiensten auswirken?
Wir rechnen damit, dass durch den Wettbewerb zwischen den Netzbetreibern Preise für Kunden günstiger werden.

2) Definieren Sie bitte was sie unter Netzneutralität verstehen!
Netzneutralität wird heftig diskutiert. Es gibt jedoch bisher in Österreich und auf EU Ebene nur Gesetzes-Entwürfe zu diesem Thema.
Wir orientieren uns bei unserer Auslegung an der Definition der RTR und deren Positionspapier.

3) In den SocMedia und gegenüber mehreren Printmedien hat Ihr Unternehmen behauptet, dass sie hier keinen Konflikt mit der derzeit de facto existierenden Netzneutralität sehen. Warum meinen Sie, dass diese Bevorzugung nicht im Konflikt mit der Netzneutralität steht?
Drei behandelt Spotify wie andere Dienste. Für Kunden bietet die Zusammenarbeit einen Vorteil, da Datennutzung für Spotify-Music Streaming nicht verrechnet wird. Bei einem theoretisch angenommenen Stau auf der Datenautobahn gilt für Spotify die gleiche Behandlung wie für andere Services: es kommt zu keiner Priorisierung.
Es gibt heute de facto keine uneingeschränkte Netzneutralität (siehe Antwort zu Frage 2).
Sprache muss in einem Mobilfunknetz immer priorisiert werden, schon allein wegen der Notwendigkeit der Kunden, jederzeit Notrufe zu tätigen.

4) Wie stehen Sie zur Netzneutralität? Halten sie eine Einhaltung dieser für Wichtig? Warum bzw. warum nicht? Und sind sie wie vor kurzem vom EP beschlossen für eine Gesetzliche Fixierung dieser?
Unserer Meinung nach muss die Freiheit und Vielfalt des Internets auf jeden Fall erhalten bleiben.
Uneingeschränkte Netzneutralität ist jedoch weder faktisch durchführbar noch sinnvoll und würde die Produktvielfalt einschränken.

5) Wie wird sich das Ihrer Meinung nach Betriebswirtschaftlich auswirken und welche Effekte erwarten Sie sich dadurch?
Strategische Nahebeziehungen zu geschäftlichen Partnern sind in allen Wirtschaftssparten zu finden.

Wir hoffen, dass viele Spotify Kunden ihren Premium Account über Drei anmelden werden.

6) Wie wird sich das Ihrer Meinung nach Volkswirtschaftlich auswirken?

Wir sorgen mit Angeboten wie Spotify für Produkt-Differenzierung, mehr Produktvielfalt für Endkunden und somit mehr Wettbewerb.

7) Ist zu erwarten, dass die Konkurrenz ebenfalls solche Sonderverträge mit diesem oder anderen Streamingdiensten abschließt?

Über Angebote unserer Mitbewerber liegen uns über die in Medienberichten veröffentlichten Hinweise hinaus keine Informationen vor.
Zu zukünftigen Plänen können wir aus wettbewerbsrechtlichen Gründen keinen Kommentar abgeben.

8) Ist der Vertrag mit Spotify öffentlich einsehbar? Und wenn ja wo bzw. wäre es möglich diesen als Anhang hinzuzufügen? Wenn nicht würde ich gerne wissen weshalb dieser Vertrag nicht öffentlich einsehbar ist.
Zum Inhalt des Vertrages geben wir keine Auskunft.

9) Sind ähnliche Verträge mit anderen Diensten geplant?
Auch bei unserem seit langem bestehenden 3MobileTV-Angebot wird 3Kunden die mobile Datennutzung nicht verrechnet. Dieses Geschäftsmodell ist somit in Österreich nicht neu.
Falls andere Unternehmen, Start-Ups etc. an einer ähnlichen Kooperation mit Drei interessiert sind, dann sind wir für Gespräche mit allen potenziellen Kooperationspartnern natürlich offen.

Freundliche Grüße, Tom Tesch "

Für mich ist dieses Interview wirklich nur wenig zufriedenstellend. 3 kann weder die Netzneutralität deffinieren noch meinen sie, dass diese irgend eine Relevanz hat da sie diese nicht für exekutierbar halten. Beides war IMHO klar aber dann auch noch in SocMedia und vor Journalisten behaupten ihr Sondervertrag würde nicht gegen die Netzneutralität verstoßen ist halt einfach ein NOGO!

May 27 2014

Die Zukunft

Die letzten beiden Monate haben mich nun doch stärker geprägt, als ich jemals geglaubt habe, dass mich etwas prägen kann. Nicht nur weil ich mich mit neuen Menschen vernetzt hab, sondern auch weil ich gesehen habe wie etwas, zumindest regional, funktionieren kann.
Das anders-Bündnis für das ich mich stark engagiert hatte, hat in manchen Bezirken Wiens um die 7% erreicht und das ist nicht Nichts! Darauf könnte man sogar ein Wien anders aufbauen, was aber sehr kontrovers diskutiert wird.

Wer mich vor 2 Monaten kennengelernt hat, ist einem sehr introvertierten Typen begegnet, der kaum einen Funken Selbstvertrauen hatte. Nun bin ich jedoch geschätzte 10000 Gespräche mit 1000+ Personen reicher die ich mich früher nie getraut hätte anzusprechen. Nächte am Ballhausplatz oder auch in Linz zu verbringen haben mir Erfahrungswerte gegeben, die ich sonst nicht bekommen hätte. Jetzt habe ich wesentliche Erfahrungen in den Bereichen, Social Media, Politik, Zwischenmenschlichkeit usw. gewonnen. Ich bin Systemkritikern ebenso wie dem einfach ganz normalen unzufriedenen Bürger begegnet und habe mich mit einigen interessanten Personen Vernetzt, die überhaupt erst im Laufe diese Bündnisses dazugekommen sind.

Für mich gibt es nun daraus folgend mehrere Optionen wie ich weitermachen könnte:
a) Ich bleibe weiterhin Pirat, aber inaktiv und hoffe darauf, dass andere diese Partei reformieren damit mir nicht nur die wirklich guten Inhalte der Partei gefallen.
b) Auf geht es in ein neues anders, nämlich Wien anders, egal wie. Ob als Unabhängiger oder Pirat. Je nachdem was sich zum Schluss ergibt.
c) Ich trete einer NGO bei und arbeite dort aktiv mit. Das ich nun noch keine Ahnung von NGO Politik hab und auch keinen Tau von der NGO-Landschaft und somit nicht einmal wüsste welcher NGO ich beitreten sollte ist hier natürlich ein Hindernis. Das sind aber alles bewältigbare Probleme.
d) Auch mal etwas selbst auf die Beine zu stellen ist für mich nun nicht mehr ausgeschlossen. Konkret würde mir die Schaffung eines modularen Gütesiegels nach dem Vorbild der Creativ Commons Lizenzen vorschweben. Aber ohne ganz alleine wird das sicherlich auch nichts.
c) Mir schlägt noch wer bessere Optionen vor.

Aber eines ist klar, nach wie vor will ich Österreich, demokratischer, gerechter und sozialer machen!

May 13 2014

Herr Gerald Grosz so Homophob bin ich:

Sehr nicht geehrter Herr Gerald Grosz (Obmann des BZÖs),

kürzlich bezeichnettest du mich als Homophob , da ich Kritik an der falschen Bartaktion des BZÖs ausübte. Diese ist meinen Augen zufolge, in Anbetracht eurer Ehe- und Adaptionspolitik, einfach nur falsch und oberflächlich. Aber gut eigentlich wollte ich ja über meine angebliche Homophobie und Frau Wurst schreiben.

Der Auftritt von Frau Wurst hat gezeigt, dass es in ganz Europa Menschen gibt, die entgegen des derzeitigen Rechtsdruckes von nationalistischen Parteien wie der deinigen oder der FPÖ, bereit sind für eine größere Akzeptanz von Trans-, Bi- und Homosexuellen. Es hat sich zwar in der Bevölkerung nichts an der Verteilung von Akzeptanten zu Nichtakzeptanten geändert. Dennoch gibt es durch Frau Wurst erstmals die Möglichkeit unter dem Denkmantel des Patriotismus dazu zu stehen, dass man A) Homosexuelle, ganz normal, akzeptiert oder sogar Homosexuell ist. Was dazu führt, dass die Befürworter nun eine große öffentliche Bühne bekommen und sich die Wahrnehmung in diesem Bereich generell ändern kann. Sie hat es geschafft, den Andersdenkenden dieses Europas Mut zu machen zu ihren Meinungen, Ansichten und Veranlagungen zu stehen! So auch ich.

Es bietet sich also die Gelegenheit, dass nicht nur einzelne zu ihnen stehen sondern auch eine große Masse. Aber wenn, dann Menschen wie ich von Menschen wie dir als Homophob kritisiert werden obwohl sie nur Kritik an einer Homophoben Partei ausüben stimmt mich das unglaublich traurig und nachdenklich. Möglicherweiße sind wir ja doch nicht so weit wie ich nun dachte.

Lasst uns die Chance nützen und die ganz normalen Menschen ihre natürlich gegebenen Rechte auszuleben! Danke Wurst!

ganz unliebe Grüße eest9

May 06 2014

Die neue Partei "anders"

Immer wieder steht bei Außenstehende die Frage einer Fusion der KPÖ, Piratenpartei und dem Wandel zur Partei "anders" im Raum; aber schon nach einer oberflächlichen näheren Betrachtung zeigen sich erste Differenzen und gröbere Probleme.

Der größte Verlust einer solchen Partei wäre die Man-/Womanpower welche wir von den vielen unabhängigen Aktivist*innen erhalten. Von der Anzahl an Aktivist*innen sind dieser sicherlich die Stärkste oder Zweitstärkste Kraft im Bündnis, wie man es zB beim Aufbau unseres Wahlkampfauftakts gesehen hat. Diese für Europa anders gewonnen zu haben wäre unter dem Obdach einer Partei unvorstellbar gewesen da sich viele nicht vorstellen können Mitglied einer Partei zu sein und sich nach dieser richten zu müssen. Der Charakter eines Bündnisses ist in vielerlei Hinsicht viel zwangloser als das einer Partei, man muss keinen Mitgliedsbeitrag zahlen, kann formlos austreten und sich wieder distanzieren und hat nie das Problem sich unterordnen zu müssen da gar nicht erst die Gefahr besteht, dass man zu "Parteisoldat*innen" wird.

Aber auch von Seiten der 3 weiteren Bündnispartnern stellen sich, neben den offensichtlichen Inhaltlichen Differenzen, strukturell-konträre Unterschiede. Während der Wandel eine im Vergleich relativ mitgliederschwache Gruppierung ist, die gerne ihre "Kreise" bilden in denen sie sich Themenspeziefisch in der Runde unterhalten und Entscheidungen treffen sind die KPÖ und die Piratenpartei nahezu basisdemokratisch aufgebaut. Wir Piraten nutzen dafür unser Tool Liquid (weshalb basisdemokratisch nur teilweise stimmt), dass eine hohe Onlineaktivität voraussetzt ansonsten bleibt einem nur die Methode des Delegierens. Da Onlineaktivität bei der KPÖ schon aufgrund des Durchschnittsalters nicht realistisch wird löst die KPÖ ihr Dilemma über einen eher klassischen Parteivorstand der relativ breit aufgestellt ist. Ein Pirat käme nie auf die Idee sich von einem Vorstand, der eher einer Basisvertretung entspricht, etwas sagen zu lassen, was aber in der KPÖ mit ihren vordefinierten Kandidat*innenprofilen der einzelnen Kandidatenplätze Gang und Gebe ist. Während die Absolute Transparenz der Piraten als unumstößlich und deren Verletzung einer Gotteslästerung gleichkommt liegt den Bündnispartnern mehr an der internen Transparenz. Während die Piraten vorzüglich über alles Streiten können und Kleinigkeiten zum Weltuntergang machen geht vieles bei der KPÖ aber auch beim Wandel durch ihre strukturellen Prozesse nahezu Einstimmig aus.

Jede Struktur der 4 Bündnispartner, obwohl die Unabhängigen natürlich als unstrukturiert zählen, haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile aber alle Teile tragen sowohl zur Programm- und Strategieentwicklung als auch zum Aktionismus bei.

Eine Fortführung des Bündnisses, zB bei der Wienwahl, ist durchaus denkbar und alleine schon durch das Haftungsboykott-Volksbegehren wird eine Fortführung von themenspezifischer Zusammenarbeit praktisch erzwungen aber eine Fusion ist undenkbar. Schon alleine der Piratenbasis könnte man niemals davon überzeugen und letztlich entscheidet immer die Basis!


Ich hoffe hiermit auf ein neues "anders" Bündnis, ...

April 15 2014

Ballhausplatz

Die Stimmung hier ist unglaublich. Auch wenn Aktivisten die mit ihm hier bei Nacht und Kälte ausharren etwas rar sind, kommen ständig Interessierte vorbei die uns Verpflegung und ähnliches zukommen lassen. Besonders beeindruckt hat es mich als gestern so gegen 23:00 Uhr jemand Vorbeigekommen ist, Gaskatuschen abgeladen hat, nach Neusiedel gefahren ist, wieder zurück gekommen ist und einen Griller abgeladen hat! Ständig kommen Menschen vorbei, bringen Frühstück, Kaffee usw.
Ehrenhauser wird Teilweise wie ein Gott verehrt o.O
Am Abend kamen auch ein paar Polizisten die den Ronny (vom Wandel) um Sticker gefragt haben.
Und alles dreht sich um die Frage wie lange Ehrenhauser nun hier sitzen will! Diese Frage der Fragen wird übrigens heute in einer öffentlichen Pressekonferenz um 11:00 Uhr am Ballhausplatz (er kann ja hier nicht mehr weg ;) ) geklärt! Ich werde dort sein, ihr auch?

April 09 2014

Mirko Messner, zum Wahlbündnis Europa anders

"Ich danke den Piraten und Piratinnen für die unheimliche Geduld mit den Kommunisten und Kommunistinen;
Ich danke den Kommunisten und Kommunistinen für die unheimliche Geduld mit den Piraten und Piratinnen;
Und ich danke dem Wandel für die unheimliche Geduld mit uns beiden!"

Jetzt ist es fix!

Heute seit 12:30 ist es fix, dass Europa anders zur Europawahl antritt. Denn wir haben nun endlich alle Unterstützungserklärungen beim BMI abgegeben.
Zu diesem Ereignis, kamen neben Martin Ehrenhauser und dem Kampanienteam auch einige Unterstützer, Interessierte und Journalisten. Der ORF begleitet Martin sogar den ganzen Tag zB auch beim Rechtspopulismusvortrag heute um 17:00 in der Garnisionsgasse 22.
Die Abgabe war eine Mischung aus Spontanität und geplantem Aktionismus. Im Hintergrund stand eine Karte mit der Aufschrift: "Österreich will's anders" auf der viele rote Stecknadeln zu sehen waren. Diese standen jeweils für ein bis 14 Unterstützer. Rund um dieser Karte standen lauter fleißige Helfer, die auch beim Sammeln aktiv mitgeholfen haben und hielten Schilder mit der Aufschrift: "Ich bin anders" hoch. Martin der gerade erst aus Linz angekommen ist wurde von diesen vielen Aktivisten mit den Unterstützungserklärungspaketen empfangen. Als er diese wie Geschenke angenommen hat wurde er auch kurz gefragt wie viele Prozent er für realistisch hält, strahlend meinte er 5% wären schon drinnen.
Die Journalist*innen hielten auch viele Hintergrundgespräche mit den Aktivisten. Unter anderem 2 nette studierende Damen, die Peter von der KPÖ und mich über das sammeln und die zusammenarbeite zwischen der KPÖ und den Piraten befragt haben. Dabei musste ich einfach Mirko Messner von der KPÖ zitieren: "Ich bin dankbar, für die unheimliche Geduld der Piraten mit den Kommunisten. Ich bin dankbar für die unheimliche Geduld der Kommunisten mit den Piraten. Und ich bin dankbar für die unheimliche Geduld der Leute vom Wandel mit uns beiden!" Denn das beschreibt es sehr gut sowohl die Kommunist*innen als auch die Pirat*innen sind unheimlich kritisch und vorsichtig in ihren Entscheidungen was oft lange und mühsame Gespräche nötig macht. Aber im Gegensatz zu den rechten Parteien (BZÖ, FPÖ, LiF, Team Stronach) die sich ständig teilen sind wir unabhängig voneinander entstanden und haben uns in diesem Bündnis vereint.
Dann ging Ehrenhauser mit Vetretern der Parteien ins BMI und gab die Unterstützungserklärungen ab.
Und jetzt geb ich mir den Rechtspopulismusvortrag von Sebastian Reinfeld und Martin Ehrenhauser!
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Schweinderl